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„You get what you want but not what you need.“ Eine Curriculum-Analyse künstlerisch- instrumentaler Studiengänge

Esther Bishop

Zeppelin Universität Friedrichshafen, Deutschland

Die Perspektive der Hochschulforschung für Musikhochschulen ist weitgehend neu. Empirische Arbeit zu künstlerischer Musikerbildung im Allgemeinen hat sich in Deutschland bislang weitgehend auf musikpädagogische Ansätze oder die Absolventenforschung begrenzt. Künstlerisch-instrumentale Studiengänge fokussieren traditionell eher auf konkrete Berufe. Das Feld möglicher Betätigungen hat sich jedoch stark gewandelt und erfordert damit eine Reflektion der Studieninhalte. Um den Status Quo der derzeitigen Verfasstheit künstlerisch-instrumentaler Studiengänge zu ermitteln wurde eine Curriculum-Analyse aller verfügbaren Studiengänge mit diesem Fokus (39 Bachelorstudiengänge und 79 Masterstudiengänge) durchgeführt.

Ausgehend von den Anforderungen an Studiengänge des Studienakkreditierungsstaatsvertrags und sich verändernden Berufskonzepten von Musiker*innen, erfolgte eine hypothesengeleiteten Dokumentenanalyse der Studienpläne, Studien- und Prüfungsordnungen und Modulordnungen künstlerisch-(orchester)instrumentaler Studiengänge der deutschen Musikhochschulen.

Der Anteil berufsfelorientierter, nicht musikalischer Fächer für BA und MA Studiengänge machte weniger als 2% der Leistungspunkte aus. Konkrete Berufsbezüge der Studienziele bedeuteten dabei nicht zwingend ein anderes Fächerangebot. Der international beobachtbare Trend zu Portfoliokarrieren wurde von den untersuchten Curricula nur bedingt abgebildet.

Es wird gefolgert, dass Studierende weiterhin nicht ausreichend in künstlerisch-beruflichen Entwicklungen, die über traditionelle Berufsauffassungen hinausgehen gefördert werden.

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  • Mesoebene

Autoren

  • E. Bishop

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Angela Sommer, Uni Hamburg

Danke liebe Esther Bishop, für diesen interessanten Beitrag, der die leider noch geringe Ausrichtung auf berufsfeldorientierte Fächer, also die spätere berufliche Tätigkeit von Musikerinnen und Musikern zeigt. Gibt es ähnliche Untersuchungen für Gesangsstudiengänge?

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