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Universelle Uni? Wie ähnliche Studienbedingungen den Studienabbruch unterschiedlich beeinflussen.

Universität Konstanz, Deutschland

Der Beitrag untersucht die Rolle von Studienbedingungen auf das individuelle Abbruchrisiko von Studierenden. Im Fokus der Analyse stehen fünf Studienbedingungen: Die Strukturierung des Studienprogramms, die Lehrqualität, der Leistungsdruck und die berufliche Ausrichtung der Studienprogramme sowie die soziale Eingebundenheit innerhalb des Studiums. Diese Merkmale werden mittels der Daten des Studierendensurveys auf der Studiengangsebene aggregiert und mit individueller Studienabbruchstendenz empirisch verbunden. Die Ergebnisse statistischer Mehrebenenmodelle zeigen, dass insbesondere at-risk Gruppen, wie Nichtakademikerkinder, Migrant*innen oder Frauen von fördernden Studienbedingungen profitieren, wohingegen Akademikerkinder, Deutsche und Männer kaum beeinflusst werden. Die Ergebnisse legen nahe, dass Studienbedingungen an Hochschulen keine universelle Wirkung haben, sondern nur bei bestimmten Gruppen wirken. Der Beitrag soll zur Debatte über die Rolle der Lernumwelt Hochschule auf den Studien(miss)erfolg beitragen.

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  • Makroebene

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  • A. Marczuk

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  • T1 Vorträge 2 (11∶45 13∶00)

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Nele Groß
7. April 2020 10:57 am

Vielen Dank für den interessanten Beitrag. Ich habe eine Frage: Der Leistungsdruck ist aus Angaben des subjektiv empfundenen Leistungsdruck ermittelt. Haben Sie die Korrelation zwischen dem Leistungsdruck und der Selbstwirksamkeit „spaßeshalber“ errechnet? Ich könnte mir vorstellen, dass sich die beiden Konstrukte gegenseitig beeinflussen.

Anna Marczuk
8. April 2020 8:36 am
Reply to  Nele Groß

Vielen Dank für den Kommentar.
Der subjektiv empfundene Leistungsdruck wurde auf die Fachbereichsebene aggregiert, um mit intersubjektiven statt rein subjektiven Indikatoren zu Studienbedingungen zu arbeiten. Dadurch ist die Korrelation der Selbstwirksamkeit mit dem aggregierten Leistungsdruck deutlich geringer als mit dem subjektiven, wodurch die Annahme der umgekehrten Kausalität (Selbstwirksamkeit –> Leistungsdruck) abgeschwächt werden kann.

Ruth Jäger-Jürgens
26. März 2020 6:03 pm

Vielen Dank!

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